Hier gibt's Lesetipps!

Lehren von Luhmann
Judith Muster, Andreas Hermwill, Jens Kapitzky, managerseminare

Dem Autorenteam - Judith Muster, Andreas Hermwille und Jens Kapitzky - gelingt es, die theoretischen und oftmals schwer verständlichen Aussagen von Luhmann in einen praktischen Kontext zu übersetzen, sodass sie hervorragend nachzuvollziehen sind. Die 14 Kapitel beleuchten typische Konstellationen und Situationen in Organisationen, die im Berufs- und Berateralltag auftauchen und quasi zeitlos sind.

Warum das so ist bzw. so sein muss, wird einem durch die Wenn…dann-Erläuterungen sehr gut erklärt. Die Systeme Mensch und Organisation können gar nicht anders handeln, weil sie nun mal so sind, wie sie sind und eigene überlebenswichtige Aspekte verfolgen und umsetzen. Dieses Aha-Erlebnis war lehrreich und hat mich zugleich entlastet, denn oft habe ich mich in der Beratung gefragt, wieso Veränderungsvorschläge so viel Widerstand und Ablehnung produzieren.

Die beschriebenen Konstellationen machen deutlich, dass es oft hilfreich ist vom Ende her zu denken. Oder wie die Luhmannsche funktionale Analyse sagt: „Wenn das die Lösung ist – wo ist dann das Problem?“ Jedes System ist vielschichtig und reagiert auf Anforderungen und Veränderungen sensibel und immer bemüht, das bestmöglich ausgewogene Verhältnis aller beteiligten Systeme – Mensch wie Organisation -  herzustellen. Es ist aus den gegebenen Umständen nicht immer die optimalste Lösung, aber es hält die Systeme am Laufen. Erst wenn es gelingt, das ursächliche Problem zu definieren und dann zu lösen, können Veränderungen, die für Systeme überlebenswichtig sein können, erfolgreich auf den Weg gebracht werden. Und da verhalten wir uns als Berater zuweilen wie schlechte Ärzte: wir doktern an den Symptomen herum, suchen, finden und behandeln aber nicht die ursächliche Krankheit. Die Lehren Luhmanns fordern uns deutlich dazu auf, mehr zu hinterfragen, nachzufragen und zu analysieren, das ursächliche Problem zu finden – bevor wir handeln.

Das Buch hat mein Verständnis für Organisationen sehr bereichert und ich würde es jedem Coach und Berater empfehlen, um besser verstehen zu können, wie Organisationen – von oben nach unten und umgekehrt - funktionieren und was das für Struktur und Funktionsweise von Systemen und daraus folgend für die Beratung bedeutet.

Aber auch jede Führungskraft wird von diesem Buch profitieren, denn ihre eigenen Verhaltensweisen – und die daraus resultierende Art der Führung -  und die Reaktionen ihrer Mitarbeiter werden verständlicher, ermöglichen einen anderen Blick, der für notwendige oder gewollte Veränderungen bessere Entscheidungen und Umsetzungsmöglichkeiten sichtbar macht.

Systemische Interventionen
Anna Dollinger, Katharina Fehse, managerseminare

Das Buch ist ein wahres Füllhorn an Anregungen für die systemische Arbeit in Teams. Die vorgestellten Interventionen sind sowohl für Neulinge wie auch für alte Hasen gleichermaßen anregend.

Anna Dollinger und Katharina Fehse halten sich nicht mit langatmigen Erklärungen auf, was denn eigentlich systemisches Arbeiten ist. Aus meiner eigenen Erfahrung helfen theoretische Erläuterungen auch nur bedingt, denn je nach dem wer es erklärt, führt das mehr zur Verwirrung denn zur Erhellung. In diesem Buch wird das systemische Arbeiten durch die praxisorientierten und erprobten Übungen viel klarer und einleuchtender dargestellt als es jede Erklärung kann.

Die Interventionen werden immer in einen organisatorischen Kontext gesetzt: Welche Gruppengröße ist geeignet, was brauche ich an Material – für Präsenz- oder online Veranstaltung, mit welchen Zeitaufwand sollte ich rechnen. Es folgt eine klare und genaue Beschreibung des Ablaufes und es werden auch immer Formulierungshilfen und Beispiele geliefert. Bei vielen Übungen wird am Ende noch mal explizit erläutert, was denn daran nun genau systemisch ist. Durch dieses Vorgehen erkennt der Leser schnell, was systemisches Arbeiten ausmacht. Ich hatte einen echten Lerneffekt mit fortschreitender Lektüre.

Dabei stört es auch überhaupt nicht, dass einige Übungen alte Bekannte sind. Die werden von den AutorInnen in einen neuen Kontext gesetzt und führen dazu, die eigenen Routinen mit frischem Blick zu betrachten und an der einen oder anderen Stelle überrascht festzustellen, dass man ja systemischer arbeitet als man gedacht hat.

Das systemische Arbeiten ist mehr eine Haltung als ein Format, denn es erfordert von allen einen Perspektivwechsel, ein Um-die-Ecke-denken, das zu neuen Wahrnehmungen und Einsichten führt. Diesen Erkenntnisgewinn konnte ich mir in fast allen Übungen sofort vorstellen bzw. nachvollziehen (daher ist das Buch nun auch mit vielen Notizen für den nächsten Einsatz geschmückt).

Wer viel mit Gruppen arbeitet findet in diesem Fachbuch eine Vielzahl an Anregungen, wie mit Teams in bestimmten Konstellationen gearbeitet werden kann. Aber viele der Interventionen sind auch für den Einsatz im Einzelcoaching gut geeignet.

Fazit: Es ist ein wunderbares Nachschlagewerk, wenn einem denn mal die zündende Idee für ein Vorgehen fehlt. Prädikat: sehr empfehlenswert!

Intuition für Coachs
Martina Nohl, managerseminare

Dieses Buch ist absolut lesenswert! Ich habe es sehr intensiv gelesen und werde es gleich noch mal tun, da es mir zahlreiche positive Aha-Gedankengänge bescherte. Bedauerlich ist, dass es erst jetzt geschrieben wurde, denn es sollte eine Pflichtlektüre für alle angehenden Coachs sein! Nicht, um es akribisch umzusetzen, sondern um für sich und seine KlientInnen eine sehr wichtige weitere Versteh- und Entwicklungsebene neben der Verstandesebene öffnen zu können. Mir hätte eine frühere Lektüre dieses Buches viele Fragezeichen und Unsicherheiten zu Beginn meiner Arbeit als Coach erspart, denn ich hatte zwar eine Ahnung, aber kein solides Hintergrundwissen zum Thema Intuition.

Genau dieses Hintergrundwissen vermittelt Martina Nohl in ihrem Buch in fünf klar strukturierten Kapiteln, die wunderbar aufeinander aufbauen. Sie schafft es, komplexe Zusammenhänge sehr gut zu erklären und Theorie und Praxis zu verbinden. Frau Nohl erläutert was genau Intuition ist, wie Instinkt und Inspiration dazu passen, welche Fallen es geben kann. Die Gehirnkunde, der Zusammenhang zu den somatischen Markern – mehr als hilfreich!  Wie kann man seine Intuition und später auch die der KlientInnen entwickeln und fördern und vor allem auch im Coaching einsetzen? Sie stellt einige dazu passende Coachingansätze und Methoden vor, die sowohl in Präsenz wie auch online durchgeführt werden können und gut an vorhandenes Coachwissen und Erfahrung andocken.

Besonders gut gefallen haben mir die zahlreichen Übungen, die einen intensiveren Zugang zunächst zur eigenen Intuition eröffnen, die aber später auch in der Arbeit mit KlientInnen genutzt werden können. Da erwartet einen das ein oder andere Aha-Erlebnis! Martina Nohl legt zu Recht viel Wert darauf, dass man sich als Coach intensiv mit der eigenen Intuition befasst und sich aus der persönlichen Historie kommende mögliche Fallen bewusst macht, bevor man KlientInnen an den für sie ggf. (noch) ungewöhnlichen und vor allem ungewohnten Lösungsweg heran führt. Es ist wie immer im Coaching: nicht alles passt für jeden, das gilt auch für den intuitiven Zugang zur inneren Lösung. Aber der eigenen Intuition mehr Raum zu geben, sie als verlässliche Indikation für Lösungen zu betrachten, das ist ein wunderbarer persönlicher, immer anwesender innerer Coach. Und das hat nichts mit Esoterik zu tun. Es ist inneres Wissen, das uns leider über die Jahre als nicht beweisbare Gefühlsduselei abtrainiert und gesellschaftlich als nicht akzeptabel etikettiert wurde.

Martina Nohl gelingt es in ihrem Buch Theorie und praktische Umsetzung der  Intuition für Coaches verständlich und zu einem sehr wertvollen „Tool“ zu machen. Wir dürfen, ja sollten mehr auf unsere Intuition hören. Gerade im beruflichen Kontext ist Intuition immer noch verpönt, aber der erfolgreiche Einsatz wird irgendwann auch die Zweifler überzeugen.

Kurze Geschichte der Psychiatrie
Burkhart Brückner, utb Verlag

Auf kurzen 177 Seiten nimmt der Autor den Leser vom Altertum bis ins 20. Jahrhundert mit auf die Entwicklungsreise der Psychiatrie. Das Buch besticht durch seine hervorragend recherchierten Angaben und zahlreiche Leseempfehlungen, um einzelne Entwicklungszeiten bei Interesse zu vertiefen.

Am geschichtlichen Zeitstrahl werden die sich wandelnden Definitionen von Wahnsinn, Narrheit, Tollheit, Krankheiten des Kopfes, Melancholie, Nervenkrankheiten, Hysterie und viele mehr erläutert, eingeordnet und ihre Auswirkungen auf Unterbringung und Behandlung der Betroffenen beschrieben.

Die engen Zusammenhänge zwischen medizinischen, sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen werden sehr gut erklärt und es wird deutlich, wie sehr Entwicklungen abhängig voneinander waren (und sind). Mehr Wissen und Erkenntnisse durch Forschung führten nach und nach zu der Psychiatrie, wie wir sie heute kennen.  

Burkhart Bruckner zeigt aber auch auf, dass wir sicher noch nicht am Ende der Entwicklung angelangt sind. Viele Ursachen und Zusammenhänge psychischer Erkrankungen sind immer noch unbekannt oder nicht eindeutig zu belegen. Viele schon sehr alte Vorurteile halten sich hartnäckig und beeinflussen den gesellschaftlichen Umgang mit Erkrankten.

Dieses Buch ist ein sehr guter Einstieg in die Thematik und bietet mit seiner übersichtlichen Gliederung, den eingebundenen Erfahrungen von Betroffenen als Zeitzeugen und seiner verständlichen Sprache eine gute Grundlage für weitere Studien.

War das schon alles?
Marie-Luise Hermann, Psychosozial-Verlag

Das Buch weckte bei mir als Teil der Generation der Babyboomer Neugierde. Die Lektüre löste bei mir dann einiges an Emotionen und Gedanken aus.

Marie-Luise Hermann beschäftigt sich mit den Babyboomer aus Sicht einer Psychoanalytikerin, bei der Mitglieder dieser Generation aufgrund ihrer Anzahl häufiger als Patienten auftauchen. Nicht, dass diese Generation mehr Bedarf an psychologischer Beratung hätte als andere Generationen, sie hat aber sicher eigene, typische Themen, die aus dem Boom entstehen. Die Themen, die insbesondere jenseits der Lebensmitte auftauchen werden von Hermann erläutert und erklärt und mit einer Vielzahl von dazu gehörigen Fragen und Thesen untermauert.

Und genau diese Fragen lösten bei mir verschiedene Emotionen aus. Einerseits Erleichterung: „Ach, diese Fragen stellen sich also auch andere! Ich bin nicht überempfindlich oder eine Drama Queen, solche Gedankenansätze sind völlig ok.“ Andererseits Erschrecken: „Oh, als so gewichtig habe ich das nicht erkannt. Das Thema hat schon mal in mir gewabert, aber ich konnte es nicht klar auf den Punkt bringen. Das ist wirklich wichtig, da möchte/muss ich drüber nachdenken. Was bedeutet das jetzt für mich?“

Beide Reaktionen sind von der Autorin durchaus beabsichtigt. Sie regt an einen Lebensrückblick zu starten, sich den – vielleicht bewusst – ausgeblendeten Fragen/Problemen zu stellen und diese bestmöglich zu lösen. Aber auch sich seiner Leistungen und Stärken bewusst zu werden, diese für sich wertzuschätzen und sich daraus ableitende Entwicklungsaufgaben beim Älterwerden mit den vielen persönlichen Ressourcen positiv gestimmt anzugehen.

Trotz seiner oft als negativ empfundenen Herausforderungen kann auch das Älterwerden Chancen bieten und nicht zuletzt zu einem Lebensabschnitt werden, der mit dem bisherigen Leben versöhnt und noch viele schöne Erfahrungen bereit hält.

Wer als Babyboomer gerne bei der Reflektion über sein Älterwerden Input und Anregung haben möchte, findet in diesem Buch viele gute Fragen und Empfehlungen.

Die Kunst der Intervention
Uwe Britten (Hg.), Psychosozial-Verlag

Frei nach Paul Watzlawik könnte man für Therapeuten oder Coachs sein Axiom „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ umschreiben in „Man kann nicht nicht intervenieren.“. Allein die Anwesenheit ist schon eine Intervention, denn Coach und Therapeut haben als Person unweigerlich eine Wirkung auf Setting, Beziehung und Kommunikation und damit sehr oft auch auf Erfolg oder Misserfolg von Therapie/Coaching.

Wieviel eigene Intervention ist uns eigentlich bewusst? Unbeabsichtigte Fehler und Pannen im Miteinander haben auch einen Einfluss! Wie gehe ich als Therapeut/Coach mit diesen Fehlern um und wie kann ich meine Interventionen besser auf die Bedürfnisse meines Gegenübers anpassen, um einen bestmöglichen Erfolg zu erreichen?

Zu diesen Fragen geben die 22 geführten Gespräche Antworten. Dabei werden zwei Schwerpunkte gebildet: Sprechen, kommunizieren, in Kontakt kommen und Therapeutisch(e) Räume öffnen. Unter Überschriften wie Biografisches Erzählen, Therapiefallen oder Süchtige Menschen, Leiblichkeit, Schuld und Schuldgefühle berichten die Experten aus ihren Fachgebieten und von ihren Erfahrungen.

Die Gespräche geben einen Einblick in die Vorgehensweise von Therapeuten und die neuesten Entwicklungen dazu. Obwohl die theoretischen Ansätze gut erklärt werden, hätte ich mir mehr praktische Beispiele aus dem Therapiealltag gewünscht, um anhand eines konkreten Falles die Umsetzung besser nachvollziehen zu können. Und auch, um aus gemachten Fehlern zu lernen, um eigene blinde Flecken besser erkennen zu können. Eine stärkere, konkretere Sensibilisierung für die vielen möglichen Fallen hätte mir für meinen Alltag als Coach mehr geholfen.

Fazit: Dieses Buch ist mehr für Therapeuten geschrieben, die hier unter gut gewählten Überschriften Expertenanregungen für die Vertiefung eigener Interventionen und Vorgehensweisen finden können.

Achtung Glaubenssatz
Martin Gudacker, managerseminare Verlags GmbH

Um das Thema Glaubenssatz kommt kein Coach herum. Früher oder später entdeckt man bei jedem Klienten einen. Häufig sind es keine Einzelgänger, gerne hat jeder von uns mehrere – mehr oder weniger hilfreiche - Glaubenssätze im Lebensgepäck. Ich war daher sehr gespannt auf das Buch von Martin Gudacker, das den Glaubenssatz und seine Behandlung genau unter die Lupe nimmt.

Zunächst erläutert der Autor unterschiedliche Begrifflichkeiten, Definitionen und Methoden, die rund um Glaubenssätze bestehen bzw. entwickelt wurden. Alle wirken, aber für den Autor nicht tiefgehend und dauerhaft genug. Daher ist der erste Teil mit „Wirkungslos“ betitelt.

Im zweiten Teil „Wirksam“ wird dann die von ihm entwickelte Methode vorgestellt. Auf den ersten Blick hat mich diese enttäuscht, denn ich dachte: Ach, viele alte Bekannte, nichts Neues. Bei intensiverem Studium der Gudacker Methode wurde mir aber klar, dass er eine sehr umfassende Systematik entwickelt hat. Genau wie viele andere Coaches hat er aus Erfahrung und theoretischem Wissen für sich etwas Neues entwickelt und kontinuierlich verfeinert. Die Methode besteht aus gutem Handwerkszeug, das die meisten Coaches beherrschen und somit zum Wohle ihrer Klienten einsetzen können.

Beeindruckend fand ich dann den dritten und letzten Teil “Weiterwirkend“. Martin Gudacker zählt nicht zu den eindimensionalen Methodenentwicklern: Nur meine Methode ist die einzig wirksame! Wer ein bisschen Erfahrung hat, weiß, es gibt nicht die eine perfekte Methode für ein Klientenanliegen. Es ist oft eine Mischung, die vom Klienten, dem Miteinander von Coach und Klient, der Erfahrung des Coachs und den Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Daher ermuntert Gudacker dazu, die Methode so zu modifizieren, dass ich als Coach sie überzeugend und zu mir passend einsetzen kann.

Er geht auf alle möglichen Bedenken und Hindernisse, die sich im Prozess stellen können, ein und bietet eine Auswahl an Varianten. Auch der Serviceteil und die Download-Ressourcen zum Buch bieten gute Anleitungen und eine unglaubliche Übersicht von 1.700 hinderlichen und kritischen Glaubenssätzen.

Das I-Tüpfelchen ist aber die Anleitung zur Selbstanwendung der Methode. Eine Testanwendung zur Auflösung und Veränderung eigener Glaubenssätze ist wohl die beste Art zu überzeugen. Ich habe schon einen Termin mit mir gemacht…

Das Buch von Martin Gudacker ist eine gute Anleitung für Einsteiger in dieses Thema und bietet auch erfahrenen Coachs ein gutes Back-Up. Lesenswert!   

Körpergefühl
Timo Storck, Felix Brauner, Psychosozial-Verlag

Das Buch der beiden Autoren ist eine wissenschaftliche Abhandlung darüber, inwieweit Psyche und Soma Einfluss auf das Gefühlsleben haben und welchen Platz Körpergefühl in der therapeutischen Arbeit haben kann und sollte.

Der erste Teil des Buches ist eine wissenschaftlich theoretische Zeitreise, die durch die unterschiedlichen Entwicklungen auf diesem Gebiet geht und gibt u.a. Einblicke in die Sichtweisen und Erkenntnisse von Platon, Aristoteles, Spinoza und Freud bis hin zu den neuesten Forschungen auf den Gebieten der Psychoanalyse, der Psychologie und weiteren damit enger oder entfernter verbundenen Forschungsfeldern.

Inwieweit sich Körper und Soma beeinflussen und bedingen und welche Auswirkungen das auf die therapeutische Arbeit bei Störungen der Psyche hat, darüber erfährt man im zweiten Teil des Buches mehr. Als psychologische Therapeuten und Analytiker stehen für die Autoren die Forschungserkenntnissee und ihr Einfluss auf die therapeutische Arbeit mit Patienten im Fokus. Verschiedene Perspektiven und Ebenen werden durch Beispiele aus der Praxis verdeutlicht.

Auch wenn das Buch für mich einige interessante Aspekte beinhaltet, z.B. dass der Umgang mit Körper und Gefühl immer auch geprägt ist von den soziokulturellen Rahmenbedingungen in denen jemand lebt, und jede Gesellschaft ihren eigenen Umgang mit Gefühlen entwickelt, die dann auch in Verhaltenserwartungen – Do and Dont’s – ans Individuum münden und so unser Verhältnis zu Körper und Gefühl beeinflussen, war mir das Buch insgesamt zu theoretisch und wissenschaftlich. Das Thema wird umfassend erläutert, die Sprache ist sehr wissenschaftlich und mit all den Quellenhinweisen und Klammerergänzungen beschwerlich zu lesen. Es ist an eher an Wissenschaftler als an interessierte Laien gerichtet.

Imaginäre Körperreisen - Neue Wege zum individuellen Heilungsprozess
Sabine Fruth, Carl-Auer Verlag GmbH

Dieses Buch ist von einer Praktikerin für Praktiker*Innen geschrieben! Sabine Fruth lässt Leser*Innen an ihrem großen Erfahrungsschatz teilhaben und teilt ihr Wissen und ihre Kompetenz vorbehaltlos. Selten habe ich ein so detailliertes Fachbuch gelesen. Schritt für Schritt nimmt die Autorin Leser*Innen mit auf die Imaginäre Körperreise. Vom Vorgespräch bis zum Abschluss einer Behandlung werden alle relevanten Punkte sehr ausführlich und verständlich erläutert. Anhand der vielen Praxis- und Fallbeispiele kann man sofort die Umsetzung nachvollziehen. Mögliche Stolpersteine während der Reise werden von Frau Fruth aufgegriffen und mit Handlungsempfehlungen versehen.

Sehr hilfreich finde ich auch die Formulierungshilfen, selbst wenn man diesen mit zunehmender Erfahrung einen eigenen Anstrich verpasst, sind sie zu Beginn Gold wert. Frau Fruth fordert die Therapeut*Innen dazu auf, die eigenen Erfahrungen und Handlungen in dieses Konzept einfließen zu lassen. Der gesamte Prozess der Körperreise ist transparent, sehr verständlich und empathisch beschrieben. Von besonderem Wert ist aber, dass Patient*Innen sich selber mit dieser Vorgehensweise helfen können und nicht auf immer und ewig auf externe Unterstützung angewiesen sind.

Auch wenn ich nicht im therapeutischen, sondern im coachenden Bereich tätig bin, ist dieses Buch inspirierend und macht Lust, seinen Werkzeugkoffer zu erweitern. Es bestätigt meine eigenen Erfahrungen mit anderen den Körper einbeziehenden Methoden wie wingwave® oder PEP®. Den Körper bei Veränderungs- und Heilungsprozessen einzubeziehen ist oft nicht nur sehr hilfreich – es ist erfolgreich, weil es ein individueller Weg zur Heilung, Veränderung und Verbesserung ist.

Power-Tools für den direkten Draht ins Team
Almuth Wünsch, managerSeminare Verlags GmbH

Von Beginn an merkt man, dass Almuth Wünsch sehr viel Praxiserfahrung hat und diese auch in sehr gut verständlicher Sprache weitergibt. In ihrem Buch steht nicht die Vermittlung von theoretischem Wissen im Vordergrund (das bekommt der Leser nebenbei), sondern es geht ganz konkret darum, wie man in alltäglichen Führungssituationen typische Fallstricke frühzeitig erkennt, vermeidet und als Führungskraft gut agiert und führt.

Sie konfrontiert Führungskräfte mit den Folgen eines typischen Chefgehabes, das ihnen früher oder später auf die Füße fallen wird, indem ihre Mitarbeitenden entsprechend darauf reagieren werden. Die Autorin gibt den Führungskräften alternative Handlungsmöglichkeiten an die Hand, die durch eingängige Praxisbeispiele verdeutlichen, was gemeint ist und wie es geht.

Ihre Ansätze und Tools sind nicht alle neu, aber in der großen Praxisorientierung liegt der Gewinn dieses Buches. Und zwar sowohl für junge Führungskräfte als auch für erfahrene. In beiden Stadien kann man sich in Sachen Führung prima verlaufen und in so manche Sackgasse geraten – gerne auch wiederholt…

Almuth Wünsch zeigt auf, dass es zu guter Führung einer entsprechende Haltung zur Zusammenarbeit, zum Umgang miteinander und zum Rollenverständis Führungskraft braucht. Ihr Ansatz ist praktisch und pragmatisch und fordert Fehlertoleranz auf allen Ebenen. In ihren Power-Tools zeigt sie für die wesentlichen Führungsbereiche auf, wie gute Kommunikation auf Augenhöhe zum gemeinsamen Erfolg führt.

Die gelungene grafische Umsetzung der Inhalte steigert noch die Lesefreude und das Download Material unterstützt die Umsetzung in der Praxis.

Alles in allem ein sehr gelungenes Praxishandbuch für Führungskräfte, die Wert auf einen guten Draht in ihr Team legen. Empfehlenswert zum Einstieg in Führung, zum Auffrischen von Wissen und als Nachschlagewerk in Notsituationen.

Grübeln, Wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst
Tobias Teismann, Balance buch+ medien Verlag

Tobias Teismann zeigt in seinem gut lesbaren Buch auf, das Grübeln für viele Menschen zum Alltag gehört. Den meisten gelingt es, Grübeleien in einem gesunden Maß zuzulassen. Denen das nicht gelingt, kann die Lektüre seines Buches nur empfohlen werden.

Vielen Menschen würde nicht sofort klar sein, das Grübeln eine ganz besondere Art des Nachdenkens ist. Es würde vermutlich einfach in die Schublade Nachdenken kommen – und genau das kann schon fatal sein. Grübeln hat nämlich viel mehr Nebenwirkungen als Nachdenken ganz allgemein. Die Wirkungen des Grübelns erläutert Teismann dann sehr umfassend. Grübeln wirkt sich auf unsere Stimmung und unser Denken aus. Es hat Einfluss auf unsere Problemlösefähigkeit, unser aktives Verhalten und unsere Motivation. Soziale Beziehungen können davon in Mitleidenschaft gezogen werden und letztlich hat intensives Grübeln auch keine guten Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

Wie wir nun in den Grübel-Teufelskreis geraten, was Ursachen dafür sein können, aber vor allem, wie wir auch aus diesem Kreislauf ausbrechen können, wird im weiteren Verlauf des Buches erläutert. Es gibt zahlreiche Übungen, die unsere Aufmerksamkeit und Wahrnehmung hinsichtlich des Grübelns schärfen und dem unkontrollierten Grübeln entgegen wirken.

Beim Lesen fielen mir einige Coachingklienten ein, die Anzeichen von Grübeln gezeigt haben, die ich aber nicht als solche erkannt habe. Meine Wahrnehmung bezüglich des Grübelns hat sich deutlich geschärft und ich fand die Übungsvorschläge und das dazugehörige Downloadmaterial hilfreich.

Die zahlreich erläuterten Versuche und wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema zeigen, dass es sich nicht um ein kleines, eher um ein noch nicht genug beachtetes Problemfeld handelt.

MSBB, Ein achtsamkeitsbasiertes Stressbewältigungsprogramm
Prof. Dr. Dr. Martin Hörning, Johannes Tack, Balance buch + medien verlag

Für das achtsamkeitsbasierte Stressbewältigungsprogramm MSBB haben die beiden Autoren Prof. Dr. Dr. Martin Hörning und Johannes Tack für die Ausbildung zum Präventionscoach dieses Handbuch geschrieben. Es erläutert den angehenden Coachs das Programm in allen Details. Zunächst wird ein Überblick über die Hintergründe, den Aufbau und den Schwerpunkt des MSBB Programms gegeben. Die in der Ausbildung zu durchlaufenden 10 Module werden dann in Ablauf und Inhalt Schritt für Schritt vorgestellt und durch Anleitungen zu Vor- und Abschlussgespräch abgerundet.

Den Umgang mit Stress zu lernen und zwischen Mind, Soul & Body eine gute Balance hinzubekommen wird immer wichtiger, denn unsere schnelllebige Zeit stellt uns vor viele Herausforderungen. Auch wenn der Wille mehr Achtsamkeit für das eigene Leben – beruflich wie privat – zu zeigen da ist, fehlt es doch oft an konkreten Vorgehensweisen. Wie genau kann ich achtsamer werden? In welchen Bereichen sollte ich aufmerksamer werden? Was kann ich selber tun?

Das wird durch diese Lektüre deutlich, denn das Programm bringt die Aufmerksamkeit auf die Bereiche, die uns dabei helfen, Stress besser bewältigen zu können: Ernährung, Bewegung, Gefühle, soziale Beziehungen und einiges mehr. Dabei werden die Hintergründe und Zusammenhänge erläutert und mit Übungen verknüpft, die gut im Alltag zu integrieren sind. In kleinen Schritten wird das veränderte Verhalten geübt und nach und nach um weitere Komponenten erweitert. Ziel ist es, Warnsignale für Belastungen frühzeitiger zu erkennen und besser damit umgehen zu können. Am Ende Körper, Geist und Seele wieder in Balance zu bringen und vor allem zu halten.

Auch wenn das Handbuch sich in erster Linie an die angehenden Präventionscoachs richtet, so sind Inhalte und Vorgehensweisen für jeden gewinnbringend, der sich mehr mit sich und um sich kümmern möchte. Es ist auch eine gute Anregung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement, denn Achtsamkeit sollte in allen Lebensbereichen den ihr gebührenden Platz einnehmen.

Arbeitsbuch zum MSBB Programm:
Begleitend zur Teilnahme am achtsamkeitsbasierten Stressbewältigungsprogramm MSBB haben die beiden Autoren ein Arbeitsbuch für die Teilnehmer*innen erstellt.

Das Arbeitsbuch beinhaltet für alle 10 Module des Programms erläuternde Texte, die Arbeitsunterlagen/Hausaufgaben, alle Übungen und Raum für persönliche Gedanken und Notizen. Es ist übersichtlich gestaltet und die Dokumentation der eigenen Ergebnisse hilft dabei, die eigenen Fortschritte auch sichtbar zu machen und am Ende des Programms nachlesen zu können – als kompaktes Arbeitsbuch und nicht wie so oft in Seminaren erlebt als lose Blattsammlung.

Pick-up Feedback für Führungskräfte
Tanja Föhr, managerSeminare Verlags GmbH

Das Pick-up Feedback ist so einfach wie genial. Wieso soll ich eigentlich darauf warten, dass man mir Feedback gibt? Warum hole ich es mir nicht selber? Und zwar genau dann, wenn ich es brauche!

Die Autorin erläutert dieses Vorgehen unter fünf Aspekten, die beim Aufpicken von Feedback hilfreich sein können, je nach persönlichem Bedarf und Ausgangssituation. Diese fünf Aspekte beinhalten bekannte Methoden wie GROW, aber auch weniger bekannte wie das Kudos-Board. Hilfreiche Aspekte rund ums Feedback fließen ebenfalls mit ein und runden das Buch inhaltlich gut ab. Viele der vorgestellten Methoden können auch digital genutzt werden. Das sehr gut lesbare Querformat ist anregend und stimmig illustriert. Die Inhalte sind kurz und klar dargelegt und ohne viel Aufwand umsetzbar.

Das Pick-up Feedback ist ganz besonders für Führungskräfte von Bedeutung, denn die bekommen eigener Aussage nach viel zu selten ein Feedback von ihren Mitarbeiter*innen – meiner Erfahrung nach, fragen sie aber auch viel zu selten danach… Dieses Buch ist ein Plädoyer dafür dies zu ändern und eine Ermunterung, sich aus der Feedback-Warteschleife auf eine Feedback-Einholstraße zu begeben. Ohne Feedback kommen wir nicht vorwärts. Es ist die Unterstützung schlechthin für jede Entwicklung – beruflich wie privat. Auch wenn ein blindes Huhn gelegentlich auch mal ein Korn aufpickt, so ist es doch viel besser, sehenden Auges die Körner aufzupicken, die einem schmecken. Denn Tanja Föhr sagt auch, dass jeder seinen Feedback Pick-up Prozess gestalten sollte: was, hole ich mir wie und wann von wem. Und genauso wichtig: Was möchte ich als Anregung aus dem eingeholten Feedback annehmen.

Kurz: Weg vom Feedback-Geben hin zum Feedback-Holen. Wer den Wert von Feedback für sich erkannt hat und gerne Anregungen hätte, wie er sich mehr Feedback holen kann, der ist mit diesem Buch bestens bedient.

Resilienzentwicklung für Führungskräfte
Merle Meier, managerSeminare Verlags GmbH

Dieses Buch bestätigt mich darin, dass es nicht immer neuer Methoden und Tools bedarf, um wirkungsvoll Reflektion und Veränderung anzustoßen. Aber es braucht unbedingt den Wunsch und auch die Umsetzung, sich mit sich selber zu beschäftigen.

Führungskräfte, die ihre Resilienz stärken wollen erhalten mit dem Buch von Merle Meier eine gute Anleitung dazu. Was Resilienz ist, wie positiv sich gute Resilienz auf das persönliche Befinden und auch auf Führung auswirkt, wird anschaulich anhand der sieben Resilienzfaktoren dargestellt. Die zahlreichen Methoden zur Stärkung der eigenen Resilienz sind ein bunter Blumenstrauß, aus dem sich jede Führungskraft ihre persönlichen Lieblingsblumen auswählen und zusammenstellen kann und vielleicht auch mal an unbekannten schnuppert und positiv überrascht wird. Die Methoden sind praxistauglich und gut alleine durchführbar. Einige könnten erfahreneren Führungskräften aus anderem Kontext bekannt sein, z.B. die SWOT-Analyse, fügen sich aber nahtlos in die Thematik der Resilienz ein.
Das ist übrigens für Coachs und Trainer ein interessanter Aspekt bei diesem Buch. Er zeigt, wie kreativ und flexibel man mit Methoden und Tools je nach Fokus umgehen kann.

Im zweiten Teil des Buches bietet die Autorin mit Handlungsleitlinien Unterstützung für typische Führungssituationen und ermuntert und stärkt Führungskräfte dabei auch die Resilienz ihrer Mitarbeiter zu fördern. Die zur Verfügung gestellten Download Materialien unterstützen beim Ausprobieren der Anregungen.

Alles in allem ist dieses Buch insbesondere für Führungskräfte, die Resilienz bisher noch nicht als wichtiges Führungselement – für sich und ihre Mitarbeiter – auf dem Schirm hatten, ein guter Einstieg, um – nicht nur in Krisenzeiten - Resilienzaspekten mehr Aufmerksamkeit und Raum zu geben.

Resilienz am Arbeitsplatz
Detlef Kuhn (Hrsg.), Mabuse Verlag

Mit diesem Buch kann man sich unter drei Aspekten mit dem Thema Resilienz beschäftigen.

  1. Will man mehr zum Thema Resilienz wissen, dann kann man sich mit Hilfe dieses Buches ein gutes Grundlagenwissen aneignen. Die umfassenden Hinweise auf Studien und Untersuchungen zeigen, dass dieses Thema immer wichtiger und kontinuierlich weiter erforscht und untersucht wird. Die Angaben bieten die Möglichkeit, hier bei Bedarf tiefer einzusteigen.
  2. Die Sensibilität für das Thema und die Beschäftigung mit der eigenen Resilienz werden durch viele Fragen und Übungen aus der positiven Psychologie gefördert. Selbstreflektion und Selbstwirksamkeit sind Schlüssel zu einer guten Resilienz, an der man ohnehin sein ganzes Leben arbeiten kann und sollte. Hierbei ist das Resilienzbarometer als interessantes Testinstrument hervorzuheben, mit dem man seine eigene Resilienzfähigkeit überprüfen kann (Testzugang wird im Buch kostenfrei ermöglicht).
  1. Das Kapitel Resilienz im Arbeitsleben erläutert die betrieblichen Möglichkeiten – BGM, BEM, GBU – mit denen Organisationen Resilienz bei Mitarbeitern und der Organisation insgesamt fördern können. Auch die vorhergehenden Denkanstöße geben dazu hilfreiche Hinweise.

Hat man sich schon mit dem Thema Resilienz beschäftigt, dann bietet dieses Buch zwar eine gute Zusammenfassung, allerdings wenig Neues. Mir waren die Denkanstöße und Übungen alle bekannt und nicht tiefgreifend genug. Das Resilienzbarometer hingegen fand ich sehr aussagekräftig und hilfreich.

Alles in allem fand ich das Buch lesenswert, da es in kompakter Form die relevanten Fakten und Möglichkeiten zusammenfasst und so einen guten Einstieg oder eine Auffrischung des Themas Resilienz bietet.

Umgang mit Gefühlen in der psychiatrischen Arbeit
Andreas Knuf, Psychiatrie Verlag

Andreas Knuf gibt mit seinem Buch einen sehr guten Überblick über die große Bedeutung von Gefühlen. Er erläutert was genau Gefühle sind, welche Funktion sie haben und welche Arten von Gefühlen es gibt.

Sein Fokus liegt auf dem Umgang mit  den Gefühlen von Klienten, die psychiatrische Betreuung benötigen. Damit gibt er Menschen, die diese Klienten betreuen ein sehr hilfreiches Werk an die Hand, um Gefühle besser verstehen und vor allem mit ihnen umgehen zu können.

Die Ausführungen sind aber für jeden, der mit Menschen in seelischen Krisen- oder Konfliktsituationen arbeitet sehr hilfreich. Zum einen, weil absolut verständlich und nachvollziehbar wird, wie viel/wie wenig Einfluss überhaupt auf Gefühle genommen werden kann und vor allem wie man sein Gegenüber sensibel unterstützen kann, um Blockaden aufzulösen und eigene Lösungen zu finden. Die zahlreichen Beispiele verdeutlichen das sehr gut.

Zum anderen hat ja auch jeder Beratende/Betreuende Gefühle, die durch den Kontakt mit Klienten aufkommen oder auch verstärkt werden können. Die Ausführungen sensibilisieren für den Umgang mit den eigenen Gefühlen und die möglichen gegenseitige Übertragungen von Gefühlen in der Zusammenarbeit mit Klienten. Es macht Mut, zu seinen Gefühlen zu stehen und diese auch in der Zusammenarbeit mit Kollegen/Teams zu thematisieren.

Mir sind viele Zusammenhänge um Gefühle noch mal klarer geworden und ich profitiere für meine Arbeit als Coach sehr von diesem Buch. Es verbindet theoretisches Wissen hervorragend mit der Praxis. Sehr empfehlenswert!

Perfektionismus
Christine Altstötter-Gleich und Fay C.M. Geisler, BALANCE buch + medien verlag

Den beiden Autorinnen ist mit diesem Ratgeber ein guter Wurf gelungen. Ihnen gelingt es von Anfang an, dass man sich als Perfektionist angenommen und verstanden fühlt. Die Erklärungen, was eigentlich Perfektionismus ist, wie er entsteht und wann aus der hellen Seite dieser Eigenschaft eine dunkle wird, sind verständlich und vor allem auch sehr wertschätzend erläutert.

So eingestimmt kann man dem Inhalt gut und neugierig folgen, auch, weil der Text gut verständlich geschrieben und jederzeit nachvollziehbar ist, trotz zahlreicher wissenschaftlicher Hinweise. Sehr hilfreich sind dabei die häufigen Rückbezüge auf vorgestellte Aussagen und Modelle, so findet man mehr und mehr in den Inhalt. Gut gewählte Beispiele machen die Erläuterungen noch verständlicher.

Die eingebundenen Übungen in den Boxen machen neugierig und sind prima erklärt. Durch die wirklich guten und umfassenden Downloadmaterialien sind sie auch immer wieder gut bei möglichen perfektionistischen Rückfällen zu nutzen.

Der Ratgeber ist eine gute Anregung für Perfektionisten, die ihre Eigenschaft besser verstehen und im Belastungsfall ihr auch entgegen wirken möchten. Er beinhaltet aber auch für den Einsatz in Coaching und Therapie viele gute Anregungen, nicht zuletzt die vorgestellten Übungen. Zusammenhänge werden klarer und damit auch ein sensiblerer Umgang mit Klienten, die perfektionistische Neigungen haben, möglich. Ein wirklich bereichernder und hilfreicher Ratgeber.

101 Impulskarten. Zur Entwicklung der Organisationskultur
Andreas Gebhardt, managerSeminare

Andreas Gebhardt gibt mit seinen 101 Impulskarten nicht nur Impulse, sondern auch ganz konkrete Hinweise, wann diese Impulse einzusetzen und wie sie zu moderieren sind.

Das Buch ist sehr strukturiert und mit den kleinen Skizzen und Kommentaren witzig und auf den Punkt visualisiert. Jeder Impuls wird auf der Vorderseite in einen Kontext gesetzt und erläutert. Auf der Rückseite findet man dann die Moderationshinweise mit Zeitangabe. Diese sind kurz und klar formuliert und bieten dem Moderator mit zwei Varianten Anregungen zum individuell stimmigen Einsatz. Sehr hilfreich ist es, dass die Anleitungen auch als Download zur Verfügung stehen und so beste Druckvorlagen sind.

Der Autor hat Kulturfelder definiert, in denen die Impulse zum Einsatz kommen können. Dabei können die Impulse durchaus in mehreren Feldern genutzt werden, was sie flexibel einsetzbar und damit umso wertvoller macht. Auch wenn die Kulturfelder zur Entwicklung der Organisationskultur wesentlich sind, können sie darüber hinaus auch in anderen Bereichen von Coaching und Training genutzt werden. Durch die kurze und knackige Beschreibung bleiben Coach und Trainer noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten offen. Mir fielen beim Durchlesen immer wieder Klienten und Kunden ein, bei denen ich den Impuls auch in ganz anderem Kontext als dem der Organisationsentwicklung einsetzen könnte.

Dieses auch im Format handliche Buch bietet mit seinen 101 Impulsen genau das, was Andreas Gebhardt dem Leser liefern wollte: ein knackiges Nachschlagewerk, das viele Anregungen und Inspirationen bietet, wenn man genau die für eine spezielle Fragestellung und Situation sucht.

Alles in allem ein rundum gelungenes und sehr bereicherndes Buch für den täglichen Einsatz in Coaching, Beratung und Training.

Lösungsfokussiertes Konflikt-Management in Organisationen

Peter Röhrig, Martina Scheindecker (Hg.), managerSeminare, Edition Trainingaktuell

Für dieses gehaltvolle Buch braucht es Zeit zum Lesen und zum „Verdauen“. Es ist nichts für Anfänger, weder allgemein im Coaching, noch in der speziellen Ausrichtung auf Konfliktberatung und den Einsatz von Lösungsorientierung.

Obwohl sehr praxisorientiert sind die Methoden teilweise sehr umfangreich und erfordern im Einsatz vielfältige Fähigkeiten und komplexes Denken. Hilfreich beim Verstehen der Methoden und deren Einsatz ist die übersichtliche Unterteilung in Kurzbeschreibung, Rahmen, Technische Hinweise, Anlässe und Anwendungsbereiche, Zielsetzung und Nutzen usw.

Für mich war es beim Lesen sehr nützlich, mir Merkzettel mit weiteren Einsatzmöglichkeiten für die Methoden anzubringen. So wurden diese für mich greifbarer und zugleich auch für mich verständlicher, wenn ich sie gedanklich für den bekannten Kontext durchgespielt habe. Von diesen Notizen konnte ich eine Menge anbringen, was den Nutzen des Buches für die Praxis belegt.

Besonders hervorheben möchte ich die Übersichtsmatrix, in der die vorgestellten Methoden der Konfliktbewältigung zwischen Einzelnen, in Teams, bei Mobbing und durch Führungskräfte zugeordnet werden.

Bei allen Beiträgen werden das Wissen und die Erfahrungen der Autorinnen und Autoren sichtbar. Dadurch hat dieses Buch einen doppelten Lernnutzen: Zum einen für das Verständnis und den Einsatz der Lösungsfokussierung, zum anderen für das Thema Konflikte und deren Bewältigung. Allerdings ist dafür ein Mindestmaß an Kenntnissen in beiden Bereichen unerlässlich.

Möchte man sich in seiner Tätigkeit auf einen der Bereiche konzentrieren, dann ist dieses Buch ein sehr hilfreiches Werk, das nicht in der persönlichen Bibliothek eines Coachs oder Beraters fehlen sollte.

Will man sich hingegen eher allgemein in die Lösungsfokussierung oder das Thema Konfliktbewältigung einarbeiten, so ist dieses Buch dafür weniger geeignet.

Coachende Gesprächsführung
Huub Buijssen, Verlagsgruppe Beltz

Huub Buijssen stellt in seinem Buch Coachende Gesprächsführung die von ihm vor einigen Jahren konzipierte Vorgehensweise vor. Die Methode ist sehr strukturiert und leicht verständlich und genau so ist Huub Buijssen auch sein Buch gelungen.

Schritt für Schritt nimmt er den Leser mit und erklärt die sechs Schritte, die die Methode ausmachen. Über insgesamt 4 Level wird die Coachende Gesprächsführung immer weiter verfeinert, so dass man am Ende eine sehr klare Vorstellung davon hat, wie ein mit der Coachenden Gesprächsführung geführtes Gespräch gelingen kann.

Das Buch ist sehr übersichtlich und anschaulich gestaltet und wird zielgerichtet ergänzt durch Beispiele, Tipps und Übungen, die gut gekennzeichnet und stimmig sind. Auch die Online Materialien zeichnen sich durch Umfang und Struktur aus. Eine sehr gelungene Zusammenfassung des Buches, die gut als Handout für den Einsatz der Methode genutzt werden kann.

Wer gerne Themen und Gespräche strukturiert vorbereiten und durchführen möchte, findet in diesem Buch eine sehr gute Anleitung dazu. Auch wenn die Vorgehensweise auf den ersten Blick einfach erscheint, so zeigt Buijseen deutlich auf, dass es einiger Übungen bedarf bis die Methode ein Selbstläufer ist.

Die Methode kann auch sehr gut für die eigene Reflektion und Selbstführung eingesetzt werden, da die sechs Kernfragen ganzheitlich und lösungsorientiert zum Ziel führen.  Somit können nicht nur Führungskräfte oder Menschen, die viele Gespräche führen müssen, von diesem Buch und der Methode profitieren.

Führungsinstrument Mitarbeiterkommunikation
Jochen Gabrisch, managerSeminare Verlags GmbH

Jochen Gabrisch hat sich in seinem neuen Buch den Fokus auf Gespräche mit Mitarbeitern gelegt. Ohne Kommunikation geht bekanntlich gar nichts. Und obwohl das allen Führungskräften bekannt ist, wird es leider – immer noch - nicht von allen auch im Arbeitsalltag umgesetzt und gelebt. Das Buch bietet praxisnahe Anregungen dazu. Das Buch ist in drei Kapitel aufgeteilt und jedes Kapitel klar strukturiert und übersichtlich dargestellt.

Teil 1 – Werkzeugkoffer
In diesem Kapitel geht es um Werkzeuge, die eine Führungskraft in der Mitarbeiterkommunikation nutzen sollte. Hier findet man „alte Bekannte“, die zur Auffrischung von Kenntnissen kurz erläutert werden, denn es sind wichtige Faktoren für jede Art von Gespräch.

Teil 2 – Mitarbeitergespräch im Tagesgeschäft
Gabrisch teilt hier die Gespräche in drei Schwerpunkte ein: Grundlagen, Aufgabe und Feedback. Anhand von acht alltäglichen Gesprächssituationen bietet er mit Fragen zur Gesprächsvorbereitung, -verlauf und -navigation gute Unterstützung bei der Gesprächsführung. Besonders wertvoll finde ich die aufgelisteten Einwandbehandlungen und Kommunikationsklippen. Das sind genau die beiden Punkte, bei denen Führungskräfte schnell mal ins Schlingern kommen, da sie sich mit den beiden Aspekten selten vorab befassen, obwohl diese gerade die Knackpunkte in vielen Gesprächen sind.

Teil 3 – Mitarbeitergespräche im Personallebenszyklus
Dieses Kapitel ist für mich besonders gelungen, da es eine Vielzahl von Fragen und Anregungen bietet, die nicht nur im jeweils benannten Kontext hilfreich sind, sondern auch in der alltäglichen Kommunikation. Die behandelten Gesprächssituationen bieten einen Fundus an Fragen, die vor allem auch für die Führungskraft selber hilfreich sein können. Sie regen die Reflektion der eigenen Gesprächsintention und des eigenen Verhaltens an und können bei konsequentem Einsatz zu einer kontinuierlichen Verfeinerung der Gesprächsführung beitragen.

Fazit: Dieses Buch ist absolut alltagstauglich! Es bietet nicht nur eine gute Unterstützung bei der Vorbereitung von wiederkehrenden Standard Gesprächssituation wie Jahres-, Feedback und Kritikgesprächen, sondern dient auch als Nachschlagewerk, wenn es mal in der Kommunikation knirscht und man den Ursachen auf die Spur kommen will. Darüber hinaus bietet der umfangreiche Download der Arbeitsmaterialien sehr gute praktische Hilfe.

Kollegiale Beratung für Gesundheitsberufe
Marion Roddewig, Mabuse-Verlag

Marion Roddewig hat ein sehr detailliertes Anleitungsprogramm für die Einführung und Umsetzung Kollegialer Beratung in Gesundheitsberufen geschrieben.

Sie gibt zunächst einen Überblick über Sinn und Ziel der Kollegialen Beratung und weist auf ihre Möglichkeiten, aber auch ihre Grenzen hin. Gerade in den Gesundheitsberufen, die tagtäglich für die dort Beschäftigten immer wieder psychische Belastungssituation bereithalten, ist die Kollegiale Beratung eine gute Alternative zur häufig genutzten Supervision mit externer Begleitung.

Im zweiten Teil des Buches werden sehr ausführlich die Konzeption und der Ablauf der Kollegialen Beratung beschrieben. Roddewig hat ein in der Praxis erprobtes Anleitungsprogramm insbesondere für den schulischen Einsatz verfasst. Die Einführung wird in 11 Sitzungen im Detail mit einem zeitlichen Ablaufplan erläutert. Die einzelnen Schritte in den Sitzungen sowie die in der Kollegialen Beratung zum Einsatz kommenden Methoden werden ausführlich beschrieben. Alle notwendigen Arbeitspapiere zu Übungen werden zur Verfügung gestellt und stehen auch als Download zur Verfügung.

Zum Abschluss gibt es noch Erfahrungsberichte zum Anleitungsprogramm sowie umfangreiche Literaturhinweise.

Wer sich intensiv mit diesem Buch beschäftigt und Erfahrung als Lehrer oder Trainer hat, kann nicht nur im Gesundheitswesen Kollegiale Beratung einführen. Das Anleitungsprogramm kann mit leichten Überarbeitungen bei den Beispielen und unter Berücksichtigung des jeweiligen Kontextes auch gut in anderen Arbeitsbereichen eingesetzt werden. Durch seine Detailtiefe kann man Inhalt, Anzahl und Ablauf der Sitzungen dem Wissensstand der Teilnehmer und den Rahmenbedingungen der Organisation gut anpassen.

Aber auch für denjenigen, der sich selber mehr mit der Kollegialen Beratung beschäftigen möchte liefert das Buch von Marion Roddewig viele Informationen und Hintergrundwissen zur Kollegialen Beratung.

Moderationskompetenz für Führungskräfte
Tanja Föhr, managerSeminare Verlags GmbH

Moderationskompetenz für Führungskräfte ist für mich ein handliches Nachschlagewerk für Führungskräfte, denen zwischendurch Anregungen und Ideen fehlen, um Besprechungen und Teamarbeit konstruktiv und gut visualisiert zu gestalten.

Tanja Föhr hat grundlegende und neue Ideen für die Moderation zusammengetragen und ein sehr ansprechend gestaltetes Buch verfasst. Altbekannte Methoden bekommen durch einen anderen Rahmen eine pfiffige neue Ausrichtung, die festgefahrene Besprechungsstrukturen positiv durcheinander bringen kann. Um die Anregungen umzusetzen brauche ich als Führungskraft keine mehrtägige Schulung, sondern einfach Lust am Ausprobieren und etwas Mut, sich an Visualisierungen zu versuchen. Doch es geht auch um Mindset und Haltung gegenüber Besprechungen, um endlich in kürzerer Zeit bessere Ergebnisse aus Besprechungen und Workshops zu erhalten.

Die Visualisierungen – Sketchnotes – machen Lust, es selber mal zu versuchen, auch wenn man ernsthafte Bedenken bezüglich seiner künstlerischen Fähigkeiten haben sollte. Es geht nicht um Kunst, sondern darum Überblick, Inhalte und Ideen ansprechend zu vermitteln. Hinweise, wie man mit Flipchart und Stiften umgeht findet man genauso wie zahlreiche Zeichenvorlagen und Ideen zur Gestaltung.

Wer schon viel moderiert und visualisiert wird vom Buch vielleicht enttäuscht sein, denn es fehlen „Hochleistungstools“ und ausführliche Erläuterungen. Die muss man sich an anderer Stelle suchen. Aber für den Führungsalltag mit all seinen unterschiedlichen Besprechungsformaten liefert dieses Buch gute Anregungen und Impulse in sehr kompakter, visuell ansprechender und gut lesbarer Form.

Einzig enttäuscht war ich von den angekündigten digitalen Handouts. Es sind nur zwei die angeboten werden und das, was zum Download angeboten wird, ist eher mager.

Klopfen gegen den Stress
Christiane Grümmer-Hohensee, Michael Bohne, Mabuse-Verlag

Der Pflegenotstand ist allgegenwärtig und wird von Medien und Politik immer wieder thematisiert. Die stetig steigende Zahl von Pflegebedürftigen zusammen mit dem demographischen Wandel und der weiterhin kontinuierlich steigenden Zahl von fehlenden Fachkräften macht die Pflegesituation immer dramatischer.

Doch wer fragt nach dem Notstand wie ihn die Pflegekräfte erfahren? Und wie kann man diesen belasteten und dennoch immer noch engagierten Fachkräften Hilfestellung geben, damit sie ihren Arbeitsalltag nicht nur unbeschadet, sondern auch gerne und gut schaffen?

Konkrete und praktische Anleitungen zum Umgang mit persönlichen Stress- und Belastungssituationen geben die Autoren in im Buch Klopfen gegen den Stress ganz gezielt für die Pflegekräfte.

Zu Beginn erläutern die Autoren die besondere Tätigkeit und die historischen Wurzeln der Pflege. Sie weisen auf, dass Stress und emotionale Belastungen zu diesem anspruchsvollen Arbeitsumfeld (schon immer) gehören und durch die Art der Tätigkeit auch nicht zu vermeiden sind. Vor allem für Frauen, die hier eine berufliche Domäne haben, führt die Doppelbelastung von Familie und Beruf immer wieder zu gesundheitlichen Ausfällen. Detailliert werden die Ursachen für das Burn-Out Symptom erläutert.

Die Klopfmethode PEP wird von den Autoren als einfach zu erlernende und praxisnahe Methode empfohlen. Die Kombination aus schneller Stressreduktion bei gleichzeitigen selbstwertstärkenden Affirmationen reduziert die gefühlte Belastung schnell und effizient. Das Klopfen wirkt direkt bei der neuronalen Verarbeitung von Emotionen und reduziert oder löst häufig sogar negative Gefühle wie Angst und Hilflosigkeit auf.

Die konkreten Klopfanleitungen für den Pflegealltag haben mir besonders gut gefallen. Tabuthemen wie Ekel, Scham und Aggression, denen Pflegekräfte in ihrem Arbeitsalltag immer wieder begegnen, werden offen angesprochen und mit Lösungssätzen und Affirmationsvorschlägen begleitet.

Wer in der Pflege tätig und bereit ist, mit wenig Aufwand eine gute Methode zu erlernen, um sich im Alltag selber zu helfen und zu entlasten, findet in diesem Buch alles was er dazu braucht.

Meine Erfahrungen aus Coaching- und Supervisionsarbeit mit Führungskräften aus der Kranken- und Altenpflege fand ich in diesem Buch voll bestätigt. Ich kann das Buch allen gestressten Pflegekräften nur empfehlen. Insbesondere auch deshalb, weil ich die Methode seit Jahren erfolgreich in meiner Arbeit mit Klienten und mir selber immer wieder einsetze.